Reparatur

Fehlerbeschreibung, Fehlercodes:
- Verschiedene Aktoren werden intervallweise angesteuert – Steuergerät ohne normale Funktion
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Fehlerbeschreibung:
SEAT MED17.5.20 – Verschiedene Aktoren werden intervallweise angesteuert – Steuergerät ohne normale Funktion
Bei SEAT Fahrzeugen mit Bosch MED17.5.20 Motorsteuergerät kann ein Fehlerbild auftreten, bei dem das Steuergerät keinen normalen Betriebszustand mehr erreicht und verschiedene angeschlossene Aktoren in regelmäßigen Abständen beziehungsweise intervallweise angesteuert werden.
Typisch ist beispielsweise, dass die elektronische Drosselklappe, das Hauptrelais oder weitere vom Motorsteuergerät angesteuerte Komponenten wiederholt aktiviert und anschließend wieder abgeschaltet werden. Dabei können Relais hörbar klicken oder die Drosselklappe führt immer wieder kurze Bewegungen aus, obwohl keine entsprechende Anforderung vorliegt.
Typisches Fehlerbild
Das ungewöhnliche Verhalten kann unmittelbar nach dem Einschalten der Zündung beginnen. Verschiedene Aktoren werden wiederholt angesteuert und das MED17.5.20 zeigt keine normale Funktion. Abhängig von der Ursache kann gleichzeitig die Kommunikation mit dem Motorsteuergerät gestört, nur zeitweise möglich oder vollständig ausgefallen sein.
Das Fahrzeug kann dadurch nicht mehr starten, nur sporadisch starten oder unmittelbar wieder ausgehen. Auch die Motorkontrollleuchte beziehungsweise EPC-Anzeige kann sich ungewöhnlich verhalten. Zusätzlich können in anderen Steuergeräten Kommunikationsfehler oder verschiedene Folgefehler gespeichert werden.
Treten die Ansteuerungen in einem wiederkehrenden Rhythmus auf, kann dies darauf hindeuten, dass das Motorsteuergerät seinen Start- beziehungsweise Initialisierungsvorgang nicht vollständig abschließen kann. Die Elektronik startet, fällt wieder aus und beginnt anschließend erneut mit der Initialisierung.
Dadurch können einzelne Ausgänge während jedes Startversuchs kurz aktiviert werden. Für den Fahrzeughalter entsteht dann der Eindruck, dass beispielsweise Drosselklappe und Relais in einem festen Takt ein- und ausgeschaltet werden.
Spannungsversorgung und Masseverbindungen überprüfen
Ein solches Fehlerbild bedeutet nicht automatisch, dass das MED17.5.20 selbst defekt ist. Zunächst sollten die Spannungsversorgung, Masseverbindungen, Sicherungen und Relais der Motorsteuerung vollständig überprüft werden.
Besonders wichtig ist eine Prüfung der Versorgungsspannungen unter elektrischer Belastung. Eine Versorgung kann bei einer einfachen Spannungsmessung zunächst korrekt erscheinen, beim Einschalten des Motorsteuergeräts jedoch zusammenbrechen. Übergangswiderstände an Steckverbindungen, Massepunkten, Sicherungen oder Relaiskontakten können dadurch ebenfalls ein wiederholtes Starten und Abschalten des Steuergeräts verursachen.
Auch eine schwache Batterie beziehungsweise eine stark einbrechende Bordspannung sollte ausgeschlossen werden. Das MED17.5.20 benötigt stabile Versorgungsspannungen, damit die internen Spannungsregler und elektronischen Schaltungen ordnungsgemäß arbeiten können.
Angeschlossene Aktoren und Leitungen prüfen
Zusätzlich sollten die betroffenen Aktoren und deren Verkabelung überprüft werden. Ein Kurzschluss, Masseschluss oder eine ungewöhnlich hohe Stromaufnahme eines angeschlossenen Verbrauchers kann eine Ausgangsstufe des Motorsteuergeräts überlasten.
In bestimmten Fällen kann ein fehlerhafter Verbraucher dazu führen, dass eine Schutzfunktion innerhalb des MED17.5.20 aktiviert wird oder die interne Spannungsversorgung beeinträchtigt wird. Deshalb sollte insbesondere bei auffälligen Aktoren kontrolliert werden, ob das Fehlerbild durch eine externe elektrische Belastung verursacht wird.
Sind die Versorgungen, Masseverbindungen, Leitungen und angeschlossenen Komponenten nachweislich in Ordnung und das Motorsteuergerät zeigt weiterhin die intervallweise Aktoransteuerung, kann ein interner Elektronikdefekt des MED17.5.20 vorliegen.
Möglicher interner Defekt des MED17.5.20
Bei diesem Fehlerbild kommen insbesondere die interne Spannungsversorgung, Spannungsregelung, Schutzbeschaltung und zentrale Steuergeräteelektronik als mögliche Fehlerbereiche infrage.
Kann eine interne Betriebsspannung nicht stabil aufgebaut oder gehalten werden, kann das Motorsteuergerät während seiner Initialisierung wiederholt zurückgesetzt werden. Anschließend beginnt der Startvorgang erneut. Dadurch kann die charakteristische intervallweise Ansteuerung verschiedener Aktoren entstehen.
Auch beschädigte elektronische Bauteile, interne Kurzschlüsse, fehlerhafte Verbindungen oder Defekte innerhalb einer Leistungs- beziehungsweise Ausgangsstufe können dazu führen, dass das Steuergerät seinen normalen Betriebszustand nicht erreicht.
Je nach Schadensbild können zusätzlich Bereiche der internen Spannungsaufbereitung, Prozessorversorgung, Überwachungs- und Reset-Schaltungen sowie Kommunikations- und Ausgangsstufen in die Diagnose einbezogen werden.
Mögliche Ursachen für solche Elektronikschäden sind unter anderem Spannungsspitzen, Verpolung, elektrische Überlastung, Kurzschlüsse, Feuchtigkeit, starke thermische Belastung und altersbedingte Bauteilausfälle.
Sporadische und temperaturabhängige Fehler möglich
Ein interner Defekt muss nicht dauerhaft vorhanden sein. Bei beginnenden Elektronikschäden kann das MED17.5.20 beispielsweise im kalten Zustand zunächst normal funktionieren und erst nach zunehmender Erwärmung anfangen, Aktoren intervallweise anzusteuern oder wiederholt neu zu starten.
Ebenso kann das Fehlerbild nach dem Ausschalten der Zündung vorübergehend verschwinden und zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftreten. Solche sporadischen beziehungsweise temperaturabhängigen Störungen können auf einen beginnenden Defekt innerhalb der Steuergeräteelektronik hinweisen.
Professionelle Reparatur des SEAT MED17.5.20
Bei unserer SEAT MED17.5.20 Motorsteuergerät Reparatur bei intervallweiser Aktoransteuerung wird das originale Bosch Steuergerät entsprechend dem beschriebenen Fehlerbild gezielt elektronisch untersucht.
Dabei werden insbesondere die Stromaufnahme, Eingangsspannungsversorgung, interne Spannungsversorgung, Spannungsregelung sowie relevante Schutz-, Kommunikations- und Ausgangsschaltungen überprüft.
Zusätzlich wird kontrolliert, ob das MED17.5.20 seine erforderlichen internen Betriebsspannungen stabil aufbaut und dauerhaft aufrechterhalten kann. Auch das Start- und Kommunikationsverhalten des Steuergeräts wird entsprechend dem vorhandenen Fehlerbild überprüft.
Wird ein technisch reparierbarer Elektronikdefekt festgestellt, erfolgt die Instandsetzung gezielt auf Bauteilebene. Beschädigte elektronische Komponenten beziehungsweise betroffene Schaltungsbereiche werden repariert oder ersetzt.
Nach Abschluss der Reparatur wird erneut überprüft, ob das Motorsteuergerät einen stabilen Betriebszustand erreicht und die entsprechenden Aktoren wieder ordnungsgemäß angesteuert werden. Die zuvor vorhandene intervallweise beziehungsweise unkontrollierte Ansteuerung darf dabei nicht mehr auftreten.
Originales SEAT MED17.5.20 bleibt erhalten
Kann das originale SEAT Bosch MED17.5.20 Motorsteuergerät erfolgreich repariert werden, bleiben die vorhandenen fahrzeugspezifischen Daten, Codierungen und Wegfahrsperrendaten bei einer regulären Elektronikreparatur in der Regel erhalten. Das ursprüngliche Motorsteuergerät kann dadurch normalerweise wieder im Fahrzeug verwendet werden, ohne ein Ersatzsteuergerät neu programmieren oder an die Wegfahrsperre anpassen zu müssen.
Fahrzeuge
SEAT MED17.5.20 Motorsteuergerät – Fahrzeuge
| Fahrzeug | Baureihe | Motorisierung |
|---|---|---|
| SEAT Altea | 5P | 1.4 TSI – 92 kW / 125 PS |
| SEAT Altea XL | 5P | 1.4 TSI – 92 kW / 125 PS |
| SEAT Altea Freetrack | 5P | 1.4 TSI – 92 kW / 125 PS |
| SEAT Leon | 1P | 1.4 TSI – 92 kW / 125 PS |
| SEAT Toledo | 5P | 1.4 TSI – 92 kW / 125 PS |